15. Juli 2012

Eine Welt ohne Geld – die neue Welt


Wir gehen arbeiten, um unser Leben bezahlen zu können. Wir leben kaum noch, sondern rackern. Das macht unglücklich und davon werden wir krank. Also müssen wir arbeiten, um unsere Gesundheit zu bezahlen. Die wird hergestellt mit Chemie, die uns nur scheinbar gesund macht. In Wirklichkeit belastet sie uns noch mehr. Genau wie unser künstliches Essen. Wir büßen also schleichend weiter Gesundheit ein. Und dennoch reicht das Geld nie. Die Sorge darum belastet uns psychisch. Wir kommen und kommen auf keinen grünen Zweig. Und irgendwie werden wenige immer reicher, während die Masse schuftet bis zum umfallen. Die wenigen sind dann zwar auch nicht glücklich und gesund, aber haben das ganze Geld. Die breite Masse sitzt da mit geschürten Begehrlichkeiten. Und das hält uns in dem verfluchten Hamsterrad. Dabei geht es doch auch anders. Ich versuche zu erklären, wie…


Die Geldlüge

Stell dir vor, du willst einen Kredit. Die Bank sagt ja. Deinem Konto werden 10.000 Euro gut geschrieben. Du freust dich. Was du nicht weißt: Genau jetzt müsste jemand zur großen Maschine gehen und 10.000 Euro drucken. Aber das passiert nicht. Die 10.000 Euro auf deinem Konto sind nur eine Zahl. Gegeben hat man dir die 10.000 Euro von Oma Liesel, die schon 57 Jahre gespart hat. Dir sagt man, für die 10.000 Euro musst du jedes Jahr 1.000 Euro Zinsen an die Bank zahlen. Das machst du 2,5 Jahre lang. 10.000 Euro von Oma Liesel besitzen dürfen, bedeutet für dich, der Bank 2.500 Euro schenken.

Du warst an diesem Tag nicht der einzige, der 10.000 Euro wollte. Es kamen noch 3. Die haben das Geld von Opa Werner, Tante Margot und der Witwe Annerose bekommen. Alle zahlen brav dafür ihre 2.500 Euro in 2,5 Jahren. Nach 2,5 Jahren hat die Bank also 4x 2.500 Euro kassiert = 10.000 Euro. Fürs nichts machen. Weder Geld drucken. Noch Oma Liesel, Opa Werner, Tante Margot und Witwe Annerose Bescheid geben. Maximal hat sie bei dir und den 3 anderen auf ihre 2.500 Euro gedrängelt. Für die ward ihr 4 Kreditnehmer fleißig arbeiten, hattet schlaflose Nächte und habt auf vieles verzichtet. Der Bank-Mensch fährt inzwischen ein schickes Auto.

Dein Partner hat aus versehen 3x das Konto mächtig überzogen. Die Bank erhebt den mahnenden Finger und gewährt Dispokredit. Auch da geht niemand zur großen Maschine und druckt Geld nach. Diesmal ist es das Geld von dem kleinen Dachdeckerbetrieb, was man dir ausgezahlt hat. Oder war es das vom Friseursalon? Egal, ist ja alles ein großer Topf. Aber du, ja du… du musst jetzt 130 Euro an die Bank zahlen, weil du mehr Geld ausgegeben hast, als du besessen hast. Du grübelst, wo du die 130 Euro her nimmst. Der Bank-Mensch hat sich inzwischen einen Wellness-Tag gegönnt.

Ein fleißiger Vertreter hat dir erzählt, du müsstest dein Leben versichern. „Was?“ denkst du kurz. „Mein Leben? Wenn ich tot bin, bin ich tot. Was soll das?“ Der Vertreter erklärt dir schnell, dass du ganz viel Geld kriegst, wenn du zum Tag X doch nicht gestorben bist. „Hui.“ denkst du. Bei einer Laufzeit von 30 Jahren und monatlich 50 Euro eingezahlt, bekommst du am Ende dein Erspartes (18.000) und noch 3.600 Euro geschenkt. Sind nur läppische 10 Euro pro Monat, dafür dass du ihm 18.000 Euro überlässt. Erspartes + 3.600 Euro = 21.600 Euro klingt aber wie ein großer Batzen. Du sagst schnell ja. Nun sparst du dir Monat für Monat 50 Euro ab. Gehst dafür hart arbeiten, wirst krank, oft bräuchtest du dringend 50 Euro mehr in der Haushaltskasse. Nach 30 Jahren bekommst du 21.600 Euro und konntest 30 Jahre lang nicht deine Träume realisieren. Jetzt steckst du das Geld in die Erhaltung deiner Restgesundheit und verschenkst es an die Enkel. Was dir der Vertreter nicht gesagt hat ist, dass er mit dem Bankmensch unter einer Decke steckt und die beiden 30 Jahre lang dein Geld an Menschen raus gegeben haben, die ihr Konto überzogen haben und dafür bittere Dispozinsen zahlen müssen. Und an Menschen, die einen Kredit wollten und dafür Zinsen zahlten. Die Bank verdient und verdient und verdient und der Bankmensch hat inzwischen eine Jacht und macht eine Reise mit dem Vertreter-Typ.

Und weil der Vertreter so fleißig ist, hast du aus Versehen 2 Lebensversicherungen, eine Unfallversicherung, einen Riestervertrag, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und einen Bausparer. Dir fehlen im Monat 300 Euro zum Leben. Dabei stirbst du gar nicht vor der Zeit. Bei dem einen Unfall in den 30 Jahren musstest du erheblich zuzahlen für die Krankenbehandlung. Der Riestervertrag ergibt 140 Euro pro Monat als Auszahlung – dabei hattest du auf eine „echte Rentensumme“ gehofft, die zum Leben reicht. Dein Job hat dir nach 12 Jahren eigentlich kein Spaß mehr gemacht, dann wurdest du auch noch gekündigt und hattest 4 wechselnde Jobs. Blöderweise bist du nie arbeitsunfähig geworden, um von der Berufsunfähigkeit etwas zu bekommen. Und bauen wolltest du auch nicht, hast ja Mutters Haus geerbt. Du überlegst, was du mit 300 Euro pro Monat in 30 Jahren hättest alles machen können…

Der Bankencrash

Der Zufall will es, dass Oma Liesel ihre 10.000 Euro von der Bank will. Sie hat nämlich Opa Werner kennen gelernt. Der will nun auch seine 10.000 Euro von der Bank. Die beiden wollen zusammen auf Weltreise gehen. „Hm, Mist.“ denkt sich die Bank und rückt die 20.000 Euro raus + der Zinsen, die ihnen blöderweise zugesichert wurden.

Dann kommen auch noch Tante Margot und die Witwe Annerose in die Bank und wollen jeweils ihre 10.000 Euro + Zinsen. Die beiden wollen eine Alters-WG gründen und das alte Gehöft grunderneuern. Der Bankmensch schwitzt. Was ist denn heut los? Die 40.000 Euro der 4 Rentner sind doch gerade an dich und die 3 anderen Kreditnehmer raus gegeben. Und von den paar Kredit-Zinsen von euch 4 hatte sich der Bankmensch doch sein schickes Auto gekauft. Geld gedruckt hatte ja keiner. Also gut, die beiden bekommen das restliche Geld vom Dachdecker. Das war ja nicht vollständig an den Dispo-Überzieher gegangen.

Aber der Tag ist verflucht für den armen Bankmensch. Jetzt betritt der Dachdecker die Bank und will sein Geld. Es hilft nichts, jetzt nimmt er wirklich das Geld des kleinen Friseursalons und außerdem deine Lebensversicherungs-Einzahlung, das Riesterersparte und die Unfallversicherung. Der Dachdecker ist glücklich. Der Bankmensch ruft beim Juwelier an und bestellt den Diamantring wieder ab, den er seiner Frau auf der Jacht versprochen hatte.

Jetzt kommst du in die Bank und sagst: Ich hab drüber geschlafen. Ich möchte den Riestervertrag, die Unfallversicherung, die Berufsunfähigkeitsversicherung und die 2 Lebensversicherungen beenden und ausgezahlt haben. Ich will jetzt leben mit dem Geld. Noch bin ich fit. Der Bankmensch hyperventiliert bereits mächtig, sagt, er müsse den Vertreter des Versicherungs-Tochterunternehmens anrufen. Der würde das erledigen. Dauert aber 1 Woche. „Na gut“ denkst du „Die Verwaltungswege halt. Aber ich krieg es ja.“ Du gehst. Der Bankmensch versucht verzweifelt den Vertreter-Typ anzurufen. Der ist allerdings mit seiner Frau Golfen.

Er hängt das Schild „Vorübergehend geschlossen“ an die Bank. Dieses Schild hängt 1 ganze Woche. Es ist die Woche, in der die Friseurin ihr Geld holen will. Leider hatte sich dieses Geld in der Zwischenzeit in einen Wellness-Tag und eine Jacht incl. Reise verwandelt. Sie sieht ihr Geld nicht wieder.

Die Macht des Volkes

Wenn nur 25 % der Menschen jetzt das Geld, was sich als Guthabens-Zahl in ihren Unterlagen zeigt, ausgezahlt haben wollten, bekämen die Banken große Schwierigkeiten.

Wenn 44 % der Menschen jetzt ihr Geld haben wollten, wäre auch der letzte Banktresor der Welt leer geräumt.

Wenn die übrigen 56 % der Menschen jetzt ihr Geld haben wollten, wäre keines mehr da. Denn es hätte sich in schicke Autos, Wellness-Tage und Jachten einer Elite verwandelt.

Wieso machen sich wenige mit unserem Geld ein schönes Leben, während wir nur davon träumen? Wie viel schöner wäre unser Leben, wenn unser Geld jetzt bar bei uns wäre? Es ist die Sache mit der Angst. „Was wäre wenn…?“ Dagegen haben wir uns Versicherungen aufschwatzen lassen. Dafür haben wir etwas „für später einmal“ bei Seite gelegt. Und geschürt wird diese Angst mit der offenen Frage, was kommt danach, wenn alle Banken crashen…?

Die Sache mit der Angst

Was passiert mit einer Welt, die komplett wirtschaftlich orientiert ist und in der das Geld plötzlich weg ist oder keinen Wert mehr hat?

Wir fürchten, dass wir dann den Job verlieren, die Wohnung nicht mehr bezahlen können mit allen Nebenkosten. Das Auto müssten wir stilllegen. Wir wissen nicht, woher das Essen kommen soll. Wir könnten nicht mehr in Urlaub fahren. Wie sollen wir Handyrechnung und Internetanschluss bezahlen? Das schöne Shoppen gehen fällt aus. Nicht mal mehr für die Tageszeitung reicht es. Und die Kosten der ganzen Medikamente und Behandlungen?

Geld wurde im 14. Jahrhundert eingeführt (laut Wikipedia). Wie hat die Menschheit bis dahin überleben können, geschätzte 7 Mio. Jahre lang? Aus dieser Zeit stammt wohl der erste menschliche Skelett-Fund... Waren es 7 Mio. Jahre Verzweiflung, Hungersnot, Angst, Krieg, Mord und Totschlag? Ich glaube nicht… ich denke, es herrschten einfach andere Werte!

Werte überdenken

Was wir wirklich brauchen, ist etwas zu essen, ein sicheren Platz zum schlafen und etwas, was uns warm hält. Das war es an materiellen Dingen! Was wir wirklich brauchen ist eine Gemeinschaft, die sich trägt. Zeit, um gute Ideen haben zu können. Glück, ganz viel Glück zum glücklich sein. Liebe, weil sie alles kann.

- Ohne Arbeit hätten wir schon mal sehr viel Zeit!

- Wenn 82 Mio. Deutsche ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können und eigentlich aus der Wohnung fliegen müssten, dann können wir auch alle wieder rein gehen. Die Häuser stehen ja sonst sinnlos leer, während wir davor campen.

- Ohne Auto können wir laufen oder Rad fahren. Das ist sehr viel gesünder und man entdeckt unglaublich viel. Zum Beispiel…

- …Essen. Von März bis in den Dezember wächst um uns herum unglaublich viel Essbares (siehe: Erntekalender). Mit der zur Verfügung stehenden freien Zeit, die wir haben, könnten wir selber dafür sorgen, wenn es die Stadtväter bisher versäumt haben (schönes Beispiel der Stadt Andernach: hier). Januar und Februar überstehen wir locker mit Eingelagertem.

- Wir müssen in keinen Urlaub. Es gibt so viel zu entdecken im zu Fuß oder Rad erreichbarem Umland. Und was hindert uns daran, 500 km lange Radwege zum Meer oder 800 km lange Pilgerpfade, wie den Jakobsweg zu gehen. Nichts! Wir haben doch Zeit.

- Wozu brauchen wir Handys, wenn wir uns treffen können? Wozu brauchen wir alle ein eigenes Internet, wenn wir uns treffen können zum sCHnATTErN und wenige Anschlüsse für Recherchen ausreichen (ähnlich einer Bibliothek)?

- Wir müssen nichts shoppen! Niemand von uns trägt sein letztes Shirt, die letzte Hose und läuft in zerfallenden Schuhen. Es ist in nie aufbrauchbarer Menge alles produziert. Wir müssen es nur verwerten, bis es nicht mehr geht, statt ständig neu zu kaufen. Wir brauchen auch keine Kosmetika, wenn wir die Wirkung von Naturprodukten und ihre Herstellung wieder entdecken. Wir haben doch Zeit dazu. Wir brauchen nicht ständig neue Technik. Ob das Lied nun von Schallplatte, Kassette, CD oder MP3 dudelt, ändert doch am Lied nichts. Besser noch, wir hören es einfach live!

- Wir brauchen keine Tageszeitung. Was interessiert es, welcher Bankier in Honolulu einen Pups gelassen hat oder welcher Promi sich den Fingernagel abgebrochen hat? Wichtig sind die Dinge vor Ort und die erfahren wir, wenn wir mehr zusammen rücken. Und wenn wir Zeit haben und uns für Natur und Umwelt wieder mehr interessieren, dann wissen wir von ganz alleine, wie das Wetter wird. Und tatsächlich kommt das Wetter, wie es kommt, selbst wenn man es vorher weiß. Also nicht mal das ist wichtig.

- Wenn wir Zeit haben, haben wir auch Zeit zum Denken, Forschen und Erfinden. Und vor allem, unsere Passion zu leben. Es steht für mich außer Frage, dass Menschen das Bedürfnis behalten würden, für andere da zu sein und zu heilen. Mit genügend Zeit würden wir das bestehende Heilwissen erweitern. Nicht nur um Dinge aus der Naturapotheke. Sondern auch um alte, vergessene Heilmethoden. Es würden nicht binnen weniger Monate alle 82 Mio. Deutsche sterben. Und sie wären auch nicht alle unheilbar krank. Ganz im Gegenteil. Raus aus dem Hamsterrad würden sich viele aktuelle Krankheiten von selbst regulieren. Zurück zu einer natürlicher Lebensweise, Ernährung und Naturmedizin würde sich der Zustand massiv verbessern. Kombiniert mit alten Heilmethoden könnten wir alle ein glückliches, gesundes Leben führen.

Überwindet die Angst!

Der Anfang in die neue Welt

Es beginnt damit, dass ihr euer Leben überdenkt.
Wofür gebe ich unnötiges Geld aus? Brauche ich das wirklich alles?
Wer hat mein Geld eigentlich und wieso ist es nicht bei mir?
Was ist in meinem Leben zu ändern, damit es aus allen Abhängigkeiten raus kommt?

Und dann beginnt es euch anders vorzustellen:
Gesunde Lebensmittel
Gemeinschaft
Liebe
Zeit für eigene Interessen und neue Hobbys
Intensives wahrnehmen in einem entschleunigtem Leben

Und dann lebt zunehmend glücklicher, freier, mit viel Zeit zur Selbstverwirklichung und Kraft für Liebe.
Videotipp: Deshalb entwickeln wir uns nicht weiter
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